Fußball

Hat sich Atubolu verzockt?Freiburgs Überflieger steht plötzlich ohne Tor da

03.06.2026, 10:26 Uhr
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Noah Atubolu droht zur kommenden Saison ein Worst-Case-Szenario. (Foto: IMAGO/STEINSIEK.CH)

Noah Atubolu hat große Pläne: Von seinem Jugendklub SC Freiburg soll es in die Premier League gehen und möglichst bald ins Tor der Nationalmannschaft. Aber: Offenbar hat sich der 24-Jährige verzockt - und in Freiburg ist kein Platz mehr.

Noah Atubolu hat eine aufregende Saison hinter sich. Mit seinem Jugendklub SC Freiburg drang er bis nach Istanbul ins Endspiel der Europa League vor. Atubolus Paraden hatten einen gehörigen Anteil an der märchenhaften Europa-Reise der Freiburger. Der Sport-Club ist dem Torwart aber trotz des Erfolgs auf internationaler Bühne zu klein. Atubolu will weg, das ist kein Geheimnis. Die Premier League, die beste und teuerste Liga, soll es sein. Hier will sich der Tormann in der kommenden Saison auf höchstem Niveau beweisen - und für die Nationalmannschaft empfehlen. Denn aus seinem (Fern-)Ziel, die Nummer 1 im DFB-Tor zu werden, macht Atubolu, 2025 Vize-Europameister mit der U21, keinen Hehl.

Dumm nur: Laut Informationen der "Sport Bild" steht Atubolu noch immer ohne Klub da. Weder dem Torwart noch dem SC Freiburg liegt demnach ein Angebot vor. Atubolus Vertrag beim Bundesligisten aus dem Breisgau läuft noch bis 2027 - in Freiburg ist für ihn aber kein Platz mehr. Nach dem verlorenen Europapokal-Finale gegen Aston Villa hätten die SC-Bosse ihrem Leistungsträger "in aller Konsequenz" mitgeteilt, nicht mehr mit ihm zu planen.

Freiburg legt für Atubolu-Nachfolger Rekordsumme hin

Freiburg hat längst darauf reagiert, dass Atubolu auf gepackten Koffern sitzt. Zur Saison 2026/27 kommt der 22-jährige Mio Backhaus von Werder Bremen, der ebenso als großes Zukunftsversprechen gilt. Backhaus ist den Badenern eine Rekordablöse wert: 12 Millionen Euro hat Freiburg fix an die Weser überwiesen, mit erfolgsabhängigen Boni könnte der Betrag Berichten zufolge auf bis zu 15 Millionen Euro anwachsen. Teurer war noch kein SCF-Profi.

"Er bedient alle Facetten des Torwartspiels, trägt viel Entwicklungspotenzial in sich und wird auch menschlich sehr gut in unsere Mannschaft passen. Mit Mio werden wir auch in Zukunft ein tolles Torwart-Trio haben", sagte Vorstand Jochen Saier über den Zugang im Kasten. Dass Atubolu in diesem Trio eine Rolle spielt, ist laut "Sport Bild" höchst unwahrscheinlich. Der Verein sei nicht zu einem Kompromiss bereit, dazu soll sich Atubolu in den Gesprächen über eine mögliche Vertragsverlängerung "zu wenig respektvoll" gegenüber seinem Ausbildungsverein verhalten haben. Für ihn sei "maximal im Training Platz", Atubolu habe sich "komplett verzockt". Heißt: Findet der Torwart keinen neuen Arbeitgeber, sitzt er in Freiburg nur noch auf der Tribüne. Ein Worst-Case-Szenario für den ambitionierten Keeper, auch wenn er bis 2027 fix auf der Gehaltsliste steht.

Dabei sah es längere Zeit danach aus, als könne Atubolu bei Newcastle United anheuern. Der Premier-League-Klub um den deutschen Nationalspieler Nick Woltemade soll zurzeit aber kein Interesse haben. Atubolu muss also darauf hoffen, dass im englischen Oberhaus ein Platz frei wird. Den 24-Jährigen soll die konsequente Haltung des SC Freiburg kalt erwischt haben.

Allerdings hat der Klub in dem Poker das bessere Blatt. Obwohl Atubolus Marktwert laut transfermarkt.de bei 25 Millionen Euro liegt, ist Freiburg nicht auf eine satte Ablöse aus England angewiesen. Zum Abschluss des vergangenen Geschäftsjahres verfügte der Klub laut Finanzreport der Bundesliga über ein Eigenkapital von 163,7 Millionen Euro - Platz fünf unter den Bundesligisten.

Quelle: ntv.de, mar

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